Heuschnupfen (med.: Pollinosis o. allergische Rhinitis)
In den industrialisierten Ländern leiden ca. 10% der Bevölkerung an Heuschnupfen. Dieser äußert sich durch Schwellung der Nasenschleimhaut, Fließschnupfen (wäßrige Sekretion) und Niesreiz. Häufig bestehen auch Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen, ausstrahlend in die Ohren, Gaumenjuckreiz, Kopfweh und Abgeschlagenheit. Oft kommt es auch begleitend zu Augensymptomen, d.h. Tränen und Jucken der Augen sowie Fremdkörpergefühl. Die Beschwerden treten nur in der Saison auf, d.h. zur Baumblüte (Frühblüher bereits ab Ende Januar), wenn die Gräser blühen (von Mai bis Ende Juni) und dann noch bis September, wenn die Kräuter ihre Blütezeit haben. Die wichtigsten Vertreter der o.g. allergieauslösenden Pflanzen in Mitteleuropa sind:
Um sich über den Pollenflug zu informieren, sollte man auf die Pollenflugvorhersagen im Radio achten.
Dies ist besonders deshalb wichtig, weil manche Medikamente (DNCG-haltige Präparate) nicht erst bei voller Ausbildung der Beschwerden, sondern bereits vorher (und dann durchgehend und regelmäßig) eingenommen werden sollten. Dies gilt auch für die lokal (d.h. an der Nase) anzuwendenden sog. topischen Corticosteroide. Von Corticosteroiden, die in Form von Spritzen gegeben werden, die längere Zeit (Monate) wirken sollen, rät man heute ab, da hierbei große Mengen Cortison individuell völlig unterschiedlich und nicht steuerbar im Körper freigesetzt werden.
Es gibt noch eine Reihe anderer Medikamente wie z.B. die Antihistaminica, die auch im akuten Fall wirken.
Welches Präparat für welchen Patienten das richtige ist, muß der zuständige Arzt bzw. Allergologe entscheiden.
Die einzige Therapie, die die Ursache beim Heuschnupfen bekämpft, ist die sog. Hyposensibilisierung (Manche sagen auch Desensibilisierung, was jedoch nicht ganz richtig ist.).
Ob eine solche Therapie, die i.a. über drei Jahre geht (i.a. mit Spritzen, die unter die Haut gegeben werden), sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab, z.B.
Eine Hyposensibilisierung ist in 90% der Fälle erfolgreich, wenn diese Fragenvorher gründlich geklärt wurden
Hier finden Sie einen Allergen-Kalender.